Tiertransporte sind kein schönes Nachrichtenthema. Die Bilder, die es - wenn überhaupt - dazu gibt, schaut sich niemand gerne an. Vielleicht liegt es auch daran, dass so wenig über die Initiative von einigen EU-Abgeordneten: sie wollen Tiertransporte auf acht Stunden beschränken.Mehr als 21000 Unterschriften sind auf der homepage 8hours.eu schon für die Petition zusammengekommen. Aber viel zu viele Fleischessen machen sich lieber gar keine Gedanken darüber, wo ihr Steak herkommt und welchen Weg es schon hinter sich hat.
Letzten Endes geht alles immer wieder auf die Frage zurück: Wie viel Geld ist uns unser Essen wert?
Denn der Kunde entscheidet sich im Supermarkt bei jedem Griff ins Kühlregal für oder gegen die Rechte von Tieren.
Bis vor vier Jahren haben alle europäischen Steuerzahler die Quälerei sogar unfreiwillig mitfinanziert: Ein Teil der Agrarsubventionen wurde dafür verwendet, denen, die Rinder, Schweine, Hühner und Pferde in Länder jenseits der EU-Grenzen karrten (wo sie weniger Geld für das Fleisch bekamen) zu entschädigen. Und laut dem Tierschutzbund hat sich die Situation nach 2007 trotz der fehlenden Subventionen nur wenig verbessert. Denn natürlich ist es im Nahen Osten billiger, die Tiere schlachten zu lassen, als im benachbarten Dorf.
Wer sich jetzt denkt: so ein Blödsinn, diese Tiertransporte sind ja nicht so schlimm, dem empfehle ich, sich einfach mal ein paar Videos anzugucken. Und wer mehr dagegen tun will, als eine von so vielen ungehört verhallenden Petitionen zu unterschreiben, dem kann ich nur empfehlen: Passt beim Einkaufen auf, wofür ihr Geld ausgebt. Es ist Quatsch, dass wir nur ein Mal pro Legislaturperiode wählen dürfen. Wir können jeden Tag wählen - wir müssen es uns nur bewusst machen!
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